Das Kriegerdenkmal auf dem Kaiserplatz in Bad Pyrmont

 

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Kriegerdenkmal 1870/71 in Bad Pyrmont, Gesamtansicht
 

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Zur Geschichte des Denkmals
Wer war der Fahnenträger

130-Jahr-Feier in Loigny-La-Bataille


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Der Platz mit dem Denkmal
in der Mitte
aus der Vogelperspektive
(Google Earth)
     

Das Kriegerdenkmal auf dem Kaiserplatz, wurde am 17. Oktober 1897, als Denkmal für das Fürstentum Pyrmont errichtet. Die Ostseite stellt den Gefreiten Heinrich Schaper in Lebensgröße dar, wie dieser in der Schlacht bei Loigny-Poupry 1870 die Fahne*) des Füsilier-Bataillons Regiment Nr. 83 zurückbringt.
Die Ost- bzw. Westseite des Denkmals zieren die Büsten der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III.
An der Nord- bzw. Südseite sind die Medaillons von Bismarck und Moltke angebracht.
Am Unterbau befindet sich nach Süden das Relief "Krieg" (Tod des Majors von Lengerke, in der Schlacht bei Poupry) und nach Norden das Relief "Frieden" (Erzählung eines Veteranen von seinen Kriegserlebnissen). Nach Westen, unter dem Bilde Kaiser Friedrichs, verkündet eine Tafel die Namen aller Kriegsteilnehmer des Fürstentums Pyrmont, unter ihnen die von 19 Pyrmontern, 18 Oesdorfern und 21 Holzhäusern. (Der Krieg hat die drei Gemeinden 4 Tote gekostet.)
Die deutsche Kaiserkrone, Sinnbild der endlich errungenen deutschen Einheit, bildet den Abschluß des architektonisch gegliederten Oberbaus.
Kriegerdenkmal 1870/71 in Bad Pyrmont, Bronzestandbild   Kriegerdenkmal 1870/71 in Bad Pyrmont, Bronzestandbild, Detail
     
Kriegerdenkmal 1870/71 in Bad Pyrmont, Bronzerelief,   Kriegerdenkmal 1870/71 in Bad Pyrmont, Bronzerelief,
Bronzerelief: "Krieg"   Bronzerelief: "Frieden"
     


So hat es der Bildhauer Fr. Volke, gebürtig aus Mengeringhausen in Waldeck, verstanden, die Gesamterinnerung jener Zeit mit einer historischen Begebenheit zu verschmelzen und künstlerisch zur Darstellung zu bringen. (nach E. Streichert und nach Stemler, Geschichte der Stadt Bad Pyrmont)


     
Tod des Majors von Lengerke und Rettung der Regimentsfahne durch Heinrich Schaper
 

Poupry, am 2. Dezember 1870

Postkarte, die die beiden Ereignisse, den Tod des Majors von Lengerke (vorn) und die Rettung der Bataillonsfahne zusammengefasst darstellt.

     
Fahne des Füsilier-Bataillons Rgt. Nr. 83 (von Wittich)
  Im Anschluss an den Krieg erhielten alle Truppenteile neue Fahnen.*)
Die alte Bataillonsfahne soll damals im Arolser Schloss aufbewahrt, und nur zu größeren Anlässen ausgestellt worden sein.
In der Regimentsgeschichte hingegen steht, dass die Fahne im Anschluss an den Krieg ins Berliner Zeughaus gebracht worden sei.
Da die Bestände des Zeughauses während des Krieges mehrfach aus- und umgelagert wurden, sind sie heute sehr lückenhaft.
Bislang konnte nichts über den Verbleib der Fahne von 1870 heraus gefunden werden.
(Die Abb., leider nur sw, entstammt dem Buch der Regimentsgeschichte)
     
  Fahnenträger des Infanterie Rgt. Nr. 83 (von Wittich), 2. von rechts: Ludwig Schaper
     
Uniformen des Infanterie Rgt. Nr. 83 (von Wittich) und Regimentsfahne
 

 

Oben links: Mitte, die Fahne von 1870
Oben rechts: 2. von rechts, Sohn Ludwig Schaper mit der Bataillonsfahne
Er wurde als Fahnenträger für die Tat des Vaters geehrt, obgleich er nicht die ideale Größe für dieses Amt besaß.

Links: Die Uniformen der 83er von 1813 bis 1913, in der Mitte die Regimentsfahne nach 1870.

(Postkarten, gedruckt aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Regiments)

     
Plan zur Schlacht bei Loigny und Poupry
 

Loigny-La-Bataille (3) und Poupry (1)

Beide Orte liegen zwischen Paris und Orleans, links der A10 bei Artenay.

     
Plan zur Schlacht bei Loigny und Poupry, Ausschnitt mit dem Schlachtfeld (22. Div) zwischen Poupry und Artrenay
 

 

Plan zur Schlacht bei Loigny und Poupry, Ausschnitt mit dem Schlachtfeld des Füsilierbataillons Nr. 83

Vergrößerung des Ausschnitts links, F/83 ist das Füsilierbataillon des Regiments.
Blau die Stellung um ca. 16.00,
Hellblau um ca. 18.00 Uhr.

Ausschnitt aus der Karte "Plan zur Schlacht bei Loigny und Poupry ..." , oben. Das Füsilierbataillon, F/83, war in der nächsten Position zu Artenay und damit die größte Bedrohung der Straße Orleans-Paris, auf der die französische Heeresleitung versuchte, große Truppenteile nach Norden, zur Entlastung der eingeschlossenen Stadt Paris zu schaffen.
     
 

Das Schlachtfeld heute, aus der Luft
Quelle: Google Earth

     

Es war schwer, zu begreifen, warum "die Rettung der Fahne" eine so große Bedeutung gehabt haben sollte, dass Heinrich Schaper zum Kaiser gerufen, sowie nicht nur zu Lebzeiten, sondern auch nach seinem Tode, im gesamten Fürstentum, hoch ge- und verehrt worden ist.
Es kamen zwei Gründe zusammen: zum Einen die Rettung des Symbols "Fahne" und zum Anderen das Behaupten der strategisch überaus wichtigen Position, auf der o.a., äußersten Position nahe der Straße Orleans-Paris.

Paris war von der deutschen Armee eingeschlossen worden - ein kränkendes Ereignis, das die neue französische Regierung um jeden Preis zu ändern zu versuchen hatte. (In Sedan war der französische Kaiser gefangen worden, hatte abgedankt, und die Republik war anstelle des Kaiserreichs ausgerufen worden.)
In großer Eile hatte sie eine neue Armee aufgestellt, Orleans zurückerobert und versuchte nun diese Armee nach Norden, zur Entlastung von Paris zu führen.
Von Artenay aus, die bedrohte Straße mit den ziehenden Truppen im Rücken, versuchte die französische Heeresleitung mit aller Wucht die Bedrohung abzuwenden.
Zahlenmäßig in der Überzahl (95.000 : 35.000) schaffte sie es jedoch nicht, die benötigten Heeresteile in angemessener Zeit, an das Schlachtfeld (von Loigny bis Poupry) heran zu führen.

Egal, wie groß die Anstrengungen auch waren, die Position 'Poupry' blieb, für die französische Armee, unerreichbar, das Symbol "Fahne" wehte, weit sichtbar, auf dem Hügel bis zum Abend, als die Waffen ruhten.

(Die Bedeutung der Schlacht kann auch im Umkehrschluss erfasst werden.
In Loigny, nach 1871: Loigny-La-Bataille ('Loigny-die-Schlacht'), finden auch heute noch, alljährlich, Erinnerungsfeiern zum Jahrestag, dem 2. Dezember statt.
Loigny-La-Bataille wurde 1871 zur nationalen Gedenkstätte für den Krieg 1870/71 erklärt, die Kirche zur Erinnerungsstätte neu erbaut.
Die französische Niederlage in der Schlacht am 2. Dezember, war, nach 'Sedan', das größte und einschneidenste, auch verlustreichste Ereignis.
Ca. 95.000 französische standen ca. 35.000 deutschen Soldaten gegenüber, innerhalb weniger Stunden verloren ca. 12.000 Menschen ihr Leben.)

Die Straßenverbindung wurde am nächsten Tag unterbrochen, Artenay von den französische Truppen aufgegeben.
Damit war 'Paris' für die französische Armee die nächste Zeit unerreichbar geworden.

     
Gemälde zur Schlacht bei Loigny und Poupry, vorn links: Tod des Majors von Lengerke, hinten: Rettung der Regimentsfahne durch Heinrich Schaper
  "83er in Poupry"
zeitgenöss. Gemälde
Das Gebäude mit Windmühle muss, wie auf der Abb. oben, den Bauernhof 'Morale' darstellen.
     

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Zur Geschichte des Denkmals
Wer war der Fahnenträger


Röper, Geschichte des Infanterieregiments von Wittich, (3. Kurhessischen) Nr. 83, Mittler und Sohn, Berlin 1913, S. 378
Schlacht bei Loigny-Poupry (2. Dezember 1870)
"... alles lag ausgestreckt auf dem Boden und schon fing bei vielen Leuten die Munition an auszugehen, so daß Zugführer und einige beherzte Leute, um dieser neuen Not zu steuern, inmitten des heftigsten Feuers sich erheben und aus den Taschen und Brotbeuteln der Gefallenen deren Patronen herbeischaffen mußten. Trotz des heftigen Feuers waren die Verluste anfänglich verhältnismäßig gering, da die feindlichen Geschütze vorzugsweise die diesseitigen beschossen, nur die Mitrailleusen richteten unausgesetzt ihre Geschosse gegen die Füsiliere. Zum Glück ließ sich aber an dem aufsteigenden Pulverdampf das Abfeuern der Mitrailleusen meist rechtzeitig erkennen und durch Zuruf in der Schützenlinie konnte man vor dem Einschlagen der feindlichen Geschosse die Schützen warnen, so daß sie sich decken konnten. Es blieb aber nichts anderes übrig, als zum Schutz der Batterien ruhig auszuharren, selbst nachdem viele Mannschaften sich schon gänzlich verschossen hatten. Aber nach und nach wurden die Verluste doch stärker, die acht Züge hatten schon über 100 Mann eingebüßt.

Der Leutnant Kreusler schreibt über diesen Augenblick:
"Rechts und links sanken unsere braven Soldaten und tränkten mit ihrem Herzblut den grünen Rasen, aber noch flatterte ja unsere Fahne*) stolz im Winde und verhieß uns Sieg trotz alledem und alledem!
In der Schützenlinie befand sich auch der tapfere Fahnenträger des Bataillons, Sergeant Franke. Plötzlich bricht er aber, von einem Granatstück tödlich getroffen, zusammen, ein in der Nähe liegender Füsilier, der die Fahne den Händen des Trägers entfallen sieht (leider ist sein Name nicht bekannt geworden), springt schnell auf, ergreift sie, wird aber schon in der nächsten Minute schwer verwundet. Nun eilt der Gefreite Schaper der 9. Kompagnie, der schon für hervorragendes Verhalten in der Schlacht bei Wörth als einer der ersten des Regiments mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet war, hinzu und nimmt dem sterbenden Füsilier die Fahne aus der Hand. Doch auch er wird sofort verwundet, ein feindliches Geschoß trifft seinen rechten Arm. Ruhig und noch immer aufrechtstehend, knöpft Schaper mit der linken Hand die Knöpfe des Waffenrockes auf, legt die rechte Hand zu ihrer Stütze zwischen diese und eilt dann, hoch die Fahne schwingend, zu seinem Kompagnieführer. Dieser sendet ihm einige Leute zur Unterstützung entgegen und befiehlt diesen, die Fahne zu dem 300m rückwärts stehenden Unterstützungstrupp zurückzubringen. Schaper gibt aber die Fahne nicht aus der Linken und lehnt die angebotene Hilfe mit den Worten ab: Ich denke, Herr Leutnant, um meine Fahne zurückzubringen, dazu habe ich noch immer Kraft genug. Und ein Wunder war es, daß dieser brave Mann die Fahne wirklich in Sicherheit bringen konnte, denn als er die 300m zurückeilte, da schien das ganze feindliche Feuer nur auf ihn sich zu richten. Für seine brave Tat wurde ihm bald nachher das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen."

Justus Pape, "Auf nach Frankreich", Loewes Verlag Ferdinand Carl, Stuttgart 1914, schreibt dazu auf S. 51:
"Dicht neben uns hatten unsere Füsiliere ihre Gewehre zusammengesetzt. Diese erzählten von den großen Verlusten, welche sie am gestrigen Tage erlitten hatten. Gleich uns waren sie zur Bedeckung der Artillerie, und zwar auf den äußersten rechten Flügel, kommandiert gewesen. Dort hatten sie namentlich durch Mitrailleusen erheblich eingebüßt und auch ihren Kommandeur verloren. Dieser war erst seit zwei Tagen bei dem mobilen Regimente; vorher hatte er das Ersatzbataillon kommandiert. Jetzt blieb er gleich in der ersten Schlacht, von fünf Kugeln durchbohrt. Die Fahne*) der Füsiliere ist an diesem schrecklichen Nachmittag in großer Gefahr gewesen. Das Bataillon nämlich, bei einem Vorstoß plötzlich mit Granaten- und Mitrailleusengeschossen überschüttet, muß zurückgehen. Der Kommandeur fällt, desgleichen der Fahnenträger und alles, was darumsteht. Die Fahne bleibt liegen. Nur der Gefreite Schaper bemerkt ihr Fehlen und trotz seiner Wunden, die er schon empfangen, besitzt er Geistesgegenwart und Unerschrockenheit genug, um zurückzukriechen, den Schaft zu erfassen und so das Heiligtum zu retten. Von Sedan (richtig: Wörth) her trug er bereits das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Hierfür wurde der Brave nun mit dem Kreuz erster Klasse dekoriert und seine aufopfernde Tat auf Regimentsbefehl den Kompanien bekanntgemacht. Wie ich gehört habe, ist dieser Gefreite lange in den Lazaretten gewesen und schließlich Ganzinvalide geworden."

Koenemann, "Geschichte des Infanterie-Regiments von Wittich", Mittler und Sohn, Berlin 1891, S. 85:
"
Doch auch ihn erreichte das tödtliche Blei, ihn, den Tapferen, dessen Name uns leider nicht überliefert ist, und
nun ergriff der Gefreite Schaper der 9. Kompagnie unser theures Feldzeichen, schwang es hoch in die Luft und trug es auf Befehl zurück aus der Schützenlinie, da die Gefahr von Minute zu Minute wuchs. Selbst am rechten Arme nicht unerheblich verwundet, hielt der Brave das Heiligthum hoch in der linken, noch unversehrten Hand, durch Schwenken seine Kameraden ermunternd, treu auzuharren auf dem gefährlichen Posten, und übergab es dem Hauptmann v.Trümbach, welcher etwas weiter rückwärts eine kleine geschlossene Abteilung gesammelt hatte.
Der Gefreite Schaper, der seit der Schlacht bei Wörth bereits das Eiserne Kreuz 2. Klasse auf seiner Brust trug, wurde für sein braves Verhalten am 2. Dezember mit dem wohlverdienten Eisernen Kreuz 1. Klasse belohnt, und als er am 27. Mai 1884 infolge eines Unterleibsleidens zu Oesdorf bei Pyrmont verstarb, durch einen ihm von dem Offizierskorps des Regiments gewidmeten Nachruf auch im Tode noch geehrt."

Schon 1874 gründeten der gewesene Bürgermeister von der Heyde, der neue Bürgermeister Trinius, Chr. Gruner und C.J. Bermann ein "Komitee zur Errichtung eines Kriegerdenkmals." Jahrelang führte es Sammlungen durch. Auch die Erträge von Konzerten der Gesangvereine und Darbietungen des Männerturnvereins flossen in seinen Fonds.
1893 endlich, bei einem Verbandskriegerfest, wurde der Grundstein gelegt, und 1897 wurde das Denkmal auf dem Kaiserplatz errichtet. Seine Gestaltung wurde bestimmt durch die Schlacht von Loigny-Poupri.

Albert Struck, "Er rettete die Fahne der III./83er" in Mein Waldeck, Korbach, Band 13, 1961 (zum 90. Jahrestag):

[...] Besonders zeichnete sich die Truppe 1870/71 aus. In der Schlacht von Loigny-Poupry am 2. Dezember 1870 fiel der Fahnenträger des Baraillons, Sergeant Josef Franke. Der Gefreite Schaper aus Oesdorf rettete die Fahne aus Feindeshand. Er wiurde dafür von Kaiser Wilhelm I. persönlich mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Kaiser Wilhelm II. aber ehrte diese Tat noch dadurch, daß er dessen Sohn, den Unteroffizier [Ludwig] Schaper, im Jahre 1907 aus dem Elsaß zur 11. Kompanie des 3. Bataillons Inf-Reg. 83 nach Arolsen versetzte - auf persönlichen Befehl. [...]

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Wer war der Fahnenträger


Heinrich Schaper wurde am 3. Februar 1847 in Oesdorf geboren. Seine Eltern waren der Halbmeier Heinrich Schaper und seine Frau Karoline, geborene Schmalkuche. Heinrich durfte bis zu seiner Konfirmation die Pyrmonter Schule besuchen. Danach wurde er ebenfalls Landwirt und arbeitete auf dem Hof der Eltern mit.
Am 5. November 1867 trat er in Arolsen seinen Wehrdienst an, wurde am 1. Oktober 1868 zum Gefreiten befördert, kehrte als Reservist am 13. September 1869 nach Pyrmont zurück und rückte 1870, mit seinem Regiment (3. (Kur-)Hessisches Infanterie-Regiment Nr. 83 "von Wittich", 9. Kompanie) von Warburg aus in den Feldzug gegen Frankreich.
Heinrich Schaper, geb. 3.2.1847, gest. 27.5.1884 Im Jahr 1871 kehrte er aus dem Feldzug heim und bewirtschaftete das väterliche Gut. Nachdem ihm dasselbe als Eigentum übertragen wurde, verheiratete er sich im August 1874 mit Auguste, geb. Windel aus Holzhausen.
Zur Feier der Enthüllung der Gedenktafeln für die Gefallenen in der evangelischen Kirche zu Arolsen 1875 wurde er eingeladen und erhielt seinen Platz gegenüber der Fahne, die er gerettet hatte.
Als am 13.08.1975 Kaiser Wilhelm I., zusammen mit dem Kronprinzen, dem späteren Kaiser Friedrich III., zur Einweihung des Hermannsdenkmals fuhr, wurde in Pyrmont ein 15-minütiger Halt gemacht. In dieser kurzen Zeit unterhielt sich der Kaiser 10 min mit Schaper und zeichnete ihn besonders aus.
1879 begann er an Spätfolgen des Krieges zu kränkeln, und nach fünfjährigem Leiden starb er am 27. Mai 1884.
Seinem Verdienst entsprechend (s.o. Zur Geschichte des Denkmals), wurde das Begräbnis auch in würdiger Weise begangen. Soldaten vom 83. Regiment und frühere Kriegskameraden trugen die Leiche des Braven. Eine Sektion des 83. Regiments, bestehend aus dem Herrn Hauptmann Augustin, 2 Unteroffizieren und 12 Mann gab an dem Grabe die Ehrensalven ab. Von Sr. Durchlaucht dem regierenden Fürsten und dem 83. Regiment waren prachtvolle Kränze gespendet. Freunde und Bekannte bedeckten den Grabhügel mit den prächtigsten Blumen und Kränzen.
(mdl., sowie nach E.Streichert (unveröff. Manuskript) und nach Stemler, Geschichte der Stadt Bad Pyrmont)
Heute lebende Nachkommen: die Familien Schaper/Libertyville, Schaper/Chicago, Schaper/Boca Raton/Fl., Stock/Duluth, Mn. Schmidt/Shawnee Mission, Ks. Blough/Lafayette, Tn., Stock/Grafton, Wi.,, Bartsch, Kaffee, Schaper/Pyrmont, Schaper/Bielefeld, Crawford/Miami, Diedrichs, Schneider, Frye

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*) Zur Bedeutung der "Fahne", siehe als gute Erklärung http://de.wikipedia.org/wiki/Fahne

sowie:
Moltke, Geschichte des deutsch-französischen Krieges, Dritter Band, Ernst Siegfried Mittler und Sohn Berlin 1891,
schreibt in der Zusammenfassung: "... hat der Krieg große Opfer gekostet, sie verloren:
6 247
Offiziere
123 453
Mann
1
Fahne
6
Geschütze"
Die Reihenfolge in der Aufzählung zeigt die Bedeutung der "Fahne" in der damaligen Zeit.

und:
Justus Pape, "Auf nach Frankreich", a.a.O., schreibt dazu auf S. 44, beim Marsch auf Poupry:
"... und als jetzt die Hüllen der Fahnen fielen, da begrüßten die Bataillone ihre wallenden Banner mit mächtigen Hurras."

 

 

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20080819

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